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New Work: Fokus im Innern, Klarheit im Außen

Jan Otte und Patric Hohl im Gespräch
Lesedauer 3 Minuten

Wer sich in dieser vernetzten Welt Themen einzeln widmet, verliert sich in der Komplexität. Ein Gespräch über New Work und Digitale Ethik, Nachhaltigkeit und Transformation. Mit Patric Hohl…

Und ja, die Zeit für Insel-Lösungen und Silo-Organisationen ist irgendwie vorbei. Gefragt sind viel mehr Verstehen von Abhängigkeiten, Interdependenzen. Wie hängen digitale Transformation und Ethik zusammen? Wie New-Work und Nachhaltigkeit? Darüber habe ich mit Patric Hohl gesprochen, New-Work-Experte und Agile Coach…

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Nichts ist so beständig wie der Wandel. Dafür braucht es gute Nachhaltigkeitsstrategien, Transformation und Innovation, New Work und eine agile Unternehmenskultur. Dazu habe ich mit Patric Hohl gesprochen, Führungskräftecoach, Agrarwirt und ehemaliger Hochleistungssportler…

Jan: New Work und Transformation. Das bietest du Menschen an, die sich berufsbegleitend weiter entwickeln wollen. Was steckt dahinter?

Patric: Digitale Transformation und New Work. Das sind zwei Themen die ganz viele Unternehmen bewegen. Digitalisierung hat ganz viel mit Transformation zu tun, Veränderungsprozessen. Und das über ganz unterschiedliche Wege, Vernetzung. es geht dabei nicht nur um eine höhere Effizienz von Prozessen sondern auch Innovation im Produkt- und Dienstleistungsbereich. Wir haben neue Formen der Zusammenarbeit und Kollaboration mit Kunden, können ganz neue Formen der Kunden-Beziehungen aufbauen mit diesen Tools. Und natürlich auch im Unternehmen, viel mehr partizipative Arbeit. Das gehe ich alles durch um herauszufinden, wie hängt alles zusammen. Was sind hier die Trends?

17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen

Jan: Apropos Trends. Da denke ich natürlich direkt an die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, kurz SDG – sustainable development goals. Die sind aus über 100 verschiedenen Subzielen zusammen gefasst. Und ein Headcoach fügte noch ein 18. Ziel hinzu, „sei deine eigene Veränderung“. Fand ich ein gutes Signal, dass wir selber anfangen etwas zu tun und nicht warten bis DIE Politik etwas verändert, ganz praktisch. Da gibt’s Impulse bei dir und ich hab gesehen du machst viel mit Flip Charts…

Patric: Es geht mir um das vernetzte Denken, Zusammenhänge erkennen. Natürlich gibt es da auch Tools, wie wir das Unternehmen weiterentwickeln können. Wo sind Stellschrauben um Menschen, den Arbeitsplatz und die Technologie miteinander zu verbinden. Das alles im Sinne, Komplexität zu begegnen, volatile Märkte. Eine hohe Dynamik im Außen braucht auch Dynamik innen, um wettbewerbsfähig zu bleiben…

Change Management: Hoher Bedarf, wachsende Bereitschaft zur Veränderung

Jan: Menschen suchen etwas und spüren diesen Bedarf nach Veränderung. Vielleicht stecken sie fest, in ihrer Abteilung, wollen weiterkommen, den nächsten Schritt wagen. Du sprichst etwas an von Orientierung. Leitplanken, die ich als Techtheologe in meinen Ethik-Kursen auch drin habe. Tugenden und Werte. Aber was heißt das dann konkret, in der jeweiligen Situation…

Weiterkommen, den nächsten Schritt wagen

Jan Otte

Patric: Das finden wir in kleinen, Netzwerk-erweiternden Gruppen raus, Jan! 

Jan: Ich verstehe aus meiner Erfahrung, wenn ich innerlich klar bin, bekomme ich mehr Fokus im äußeren, nehme so mehr wahr und verstehe mehr. Etwas, dass ich beruflich wie privat gut anwenden kann. Die Angst ein Fehler zu machen, überwinden. Und neue Erprobungsräume betreten, einen Inkubator für Veränderung. Mehr ausprobieren…

Patric: … am Ende zählt die Haltung! 

Jan: Das wünsche ich mir für unsere Kurse, dass wir kulturprägende Veränderungen bewirken. Unsere Handlungsweise überdenken durch Haltung und umgekehrt.

Patric: Ich bin überzeugt, jeder findet etwas darin. Nicht immer das gleiche, aber jeder findet etwas der sucht in unseren Kursen. 

Jan: Oft ist es doch der Start, der erste Schritt der wichtig ist. Das was danach kommt kann anstrengend sein und ist nicht immer Kerzen-gerade, aber es geht etwas, kommt in die Gänge.

Außerhalb von Schubladen denken

Patric Hohl

Patric: Es ist ein Basismodul, um erst mal die Zusammenhänge zu verstehen. Außerhalb von Schubladen zu denken. Und wo muss ich den nächsten Schritt gehen? Das findet jeder für sich selber raus 

Jan: Ich habe dieses Jahr eine Fortbildung besucht aus der themenzentrierten Interaktion, kurz: TZI, da heißt es: „sei deine eigene Chairperson“. Passend zu dem Coworkingspace, wo wir hier gerade sitzen. Was bedeutet das für mein Mindset? Dass ich also aktiv, mutig und stark rausgehe und mich nicht einfach nur passiv berieseln lasse von irgendwelchen Netflix-Serien. 

Patric: Ich mag Ownership, selbst Verantwortung zu übernehmen, Eigenverantwortung! Und wer das tut, kann man auch deutlich mehr bewegen als in dieser Passivität oder gar Opferrolle. 

Jan: Wir packen es an. Vielen Dank fürs Gespräch, Patric!

Jan Otte

Jan Otte ist Tech-Theologe und arbeitet als Evangelist zu #ResponsibleAI-Themen in den Bereichen Digitale Ethik, Agile Leadership und Veränderungsprozessen.

1 Kommentar

  1. […] von Wissen im digitalen Zeitalter, sie nimmt so schnell ab. Was möchtest du über Kanbanboards, Tools und Prozesse hinaus deinen Teilnehmenden mit auf den Weg […]

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